Jenseits der Bahnlinie *

Auch jenseits der Bahnlinie wurden nach 1900 an der Bergstraße, der Pöckinger und der Wielinger Straße Villen und Landhäuser errichtet, etwa die Villa Arnim (1907; Bergstr. 11). Im Haus Wielinger Str. 28 wohnte von 1916-24 der Schriftsteller Bruno Frank (1887-1945), einer der nächsten Freunde und späterer Nachbar Thomas Manns in München (Heißerer 1995, S. 270-75). Etwas abseits vom Ort steht die prachtvolle neoklassizistische Villa Seewies (Seewiesstr. 65), 1912-13 von Gustav von Cube für den Direktor des Russischen Lloyd in Petersburg, Gustav Tschernikow, erbaut, der aber nach dem Verlust seines Vermögens durch die Russische Revolution diesen Besitz 1917 schon wieder aufgeben musste. Später wurde das Gebäude als Erholungs- und Schulungsheim genutzt. Die bis dahin gut erhaltene luxuriöse Innenausstattung wurde seither durch Immobilienspekulation stark verändert bzw. in Mitleidenschaft gezogen.

Der zwischen Friedhof und Kalvarienberg gelegene Gallerberg sowie der erst jüngst abgeholzte Zellerberg bieten prächtige Ausblicke auf Ort, See und Gebirgskette.

* Alle hier aufgeführten Villen und Landhäuser sind in Privatbesitz und können nicht besichtigt werden. 


Zusammengestellt von Ursula Neudorfer unter Mitarbeit von Eberhard Köstler

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