Im Park 

Die anziehendste und bedeutendste Sehenswürdigkeit Feldafings ist gewiss der riesige Park am See mit der vorgelagerten Roseninsel. Beides verdankt seine Entstehung einem groß angelegten Schloss- und Gartenplan des bayerischen Königs Maximilian II. (1811-1864), der nach der Abdankung seines Vaters Ludwig I. 1848 auf den Thron gelangt war. Beflügelt wurde sein Plan durch das dynastische Beziehungsgeflecht zwischen Bayern und Preußen und die Kenntnisse, die Maximilian dadurch von der Schlösserlandschaft in Potsdam-Sanssouci gewann. Besonders die von Schinkel und Persius geschaffenen Römischen Bäder beim Schloss Charlottenhof, die umliegende Gartengestaltung von Peter Joseph Lenné und die Anlage auf der Pfaueninsel mit ihrem Rosenrondell wirkten inspirierend und standen Pate bei den Feldafinger Plänen.

Lenné-Park   

Der preußische König Friedrich Wilhelm IV. (1795-1861), der viel Engagement auf seine Gärten und Bauten verwendete, hatte 1823 die bayerische Prinzessin Elisabeth (1801-1873), eine Schwester Ludwigs I. und Tante von Maximilian II., geheiratet, dieser seinerseits ehelichte 1842 Marie (1825-1889), eine Tochter des Prinzen Wilhelm von Preußen und somit Cousine von Friedrich Wilhelm IV. Äußerliche Zeichen dieser Verbindungen sind das "Bayerische Haus" im Wildpark bei Potsdam, die beiden Rosenrondelle auf der Pfauen- und der Roseninsel sowie die vom preußischen König an seine Lieblingsdamen geschenkten, vollständig identischen Glassäulen im Marlygarten bei Schloss Charlottenhof, im Peterhof bei St. Petersburg und der Roseninsel im Starnberger See.


Zusammengestellt von Ursula Neudorfer unter Mitarbeit von Eberhard Köstler
 
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