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Orts- und
Baugeschichte
Zwischen
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Bahnhof zur
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Ortsteil
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Bernheimer-Platz (zeitweise auch: Compton-Platz)

Die Einrichtung dieses hübschen Platzes als öffentliche Parkanlage geht auf eine Anregung der beiden Anrainer und Villenbesitzer, des Kunsthändlers Otto Bernheimer und des "Plantagenbesitzers" Paul von Neindorff zurück.

Sie wollten dem Platz, der bis 1926 als Schotter- und Sandgrube für die Villenbauten gedient hatte, ein attraktives Aussehen verleihen. Während Paul von Neindorff die Terrain- und Gartenarbeiten bezahlte, stiftete Otto Bernheimer den zentralen Brunnen mit der Figur, die eine Nachschöpfung des "Genietto“ von Verrocchio im florentiner Palazzo Vecchio darstellt. Die Gemeindeväter bedankten sich am 21. Mai 1926 artig für die Stiftung des Platzes und erbaten das Einverständnis der Spender, den Platz bzw. eine Straße nach ihnen benennen zu dürfen. Nur zehn Jahre später wollte man jedoch nicht mehr durch einen jüdischen Familiennamen an die großzügige Stiftung erinnert werden und taufte den Ort 1937 in "Compton-Platz" um (die Neindorffstraße hingegen in Eppstraße). Erst 2006 erhält der bis dahin fertig rekonstruierte Platz seinen ursprünglichen Namen zurück.

Bernheimer-Platz   

Der neue Name erinnerte ebenfalls an einen Anlieger des Platzes, den bedeutenden, aus England stammenden Gebirgsmaler und Bergsteiger Edward Theodore Compton (1849-1921), der 1874 seine zweite Heimat in Feldafing gefunden und 1877/78 eine Villa in der Höhenbergstraße erbaut hatte. Der Benennung des Platzes zum Trotz musste dieses Haus 1965 der Abrissbirne weichen; an seiner Stelle wurde dann die neue katholische Pfarrkirche Heilig Kreuz errichtet. Der ebenfalls künstlerisch begabte Sohn des Malers, Edward Harrison Compton (1881-1960), schuf sich unweit seines Elternhauses eine eigene Heimstatt in der Rat-Jung-Straße 2. Er vergrößerte (1911 und 1928) ein 1874 errichtetes Landhaus und nannte es "Haus Dennoch": er ließ sich von einer Lähmung nicht abhalten, "dennoch" unermüdlich und bis ins hohe Alter zu malen.

Literatur: Feldafing - Straßen und Bachläufe, S. 39-43 und Abb. 37-42.

 
Zusammengestellt von Ursula Neudorfer unter Mitarbeit von Eberhard Köstler
 
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