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Das untere Dorf Das obere Dorf
Orts- und
Baugeschichte
Zwischen
Kirche und Park
Bahnhof zur
Villen kolonie
Im Park Jenseits der
Bahnlinie
Ortsteil
Garatshausen
Ortsteil Wieling   Literatur
     

Bahnhof Feldafing - Bahnhofstraße 70.
  Bahnhof und königliches Postamt

Der Bahnhof Feldafing wurde 1865 im Stil der Maximilianszeit von Georg von Dollmann errichtet. Er bildet ein seltenes, fast unverändertes Relikt aus der Erbauerzeit der ganzen Linie. Das Stationsgebäude aus Sichtziegeln mit Hausteingliederungen besteht aus einem zweigeschossigen Empfangsgebäude mit Flachwalmdach und zwei symmetrisch flankierenden Pavillons mit Verbindungsflügeln zum Hauptbau. Als Baumaterial sollen angeblich die ursprünglich für den Schlossbau im Park vorgesehenen Steine verwendet worden sein. "Das Gebäude ist ein charakteristischer Vertreter der von Gottfried Neureuther entwickelten Bahnhofstypen und verwandt mit den Bahnhöfen in Pasing und Tutzing sowie baugleich mit dem in Possenhofen.

Die Streckung des Baukörpers mittels variabler Zwischenglieder ermöglichte eine Trennung der zentralen und repräsentativen Funktionen (Vorhalle, Schalter, Wartesaal für Allerhöchste Herrschaften, Expedition) von den untergeordneten (Wartesaal I., II., III. Klasse, Wohnräume des Stationsdieners).Gleichzeitig wurde zwischen den Eckpavillons eine Überdachung (Bahnsteighalle) des ersten Bahnsteigs erreicht. Diese ist mit ihren schlanken Gusseisensäulen noch erhalten, nicht mehr jedoch der Wartesaal für den Hof. Die repräsentative Größe und die besondere Gestaltung im Detail entsprechen der Bedeutung Feldafings als nobler Fremdenverkehrsort mit feinen Hotels, als Bahnstation für Schloss Garatshausen sowie eventuell auch für das Kasino auf der Roseninsel." (Schober 1989, 98). "Der Eindruck leichter Heiterkeit wird durch die Tatsache wesentlich bestimmt, dass dem Bahnhofsgebäude das Prinzip einer italienischen Villa (Mittelbau, Seitenpavillons) zugrunde gelegen hat. Das vornehmste Urbild in der Nähe: Schloss Nymphenburg." (Meier, S. 47).

Das Königliche Postamt war im rechten Pavillon des Bahnhofs untergebracht (1902 kam auch der Wartesaal I. Klasse im linken Pavillon hinzu) und hatte nach dem Bau der Eisenbahn den Postverkehr zwischen Starnberger und Ammersee zu bewältigen. Vom "Gasthof zur Eisenbahn" (später: Poelt) fuhr täglich über Traubing, Machtlfing bis Erling-Andechs eine viersitzige, gelbe Postkutsche, die nach der Jahrhundertwende durch einen Kremser-Motorwagen ersetzt wurde. Der Postverkehr zwischen Feldafing und Erling-Andechs bestand über 60 Jahre lang. Das 1931 in der Bahnhofstr. errichtete neue Postgebäude ist ein nüchterner Zweckbau.

Etwas abseits vom Bahnhof steht noch ein denkmalgeschütztes Wetterhäuschen um 1915/20 mit seinem Holzaufbau auf Steinsockel mit Art-déco-Details.

Zur Eisenbahngeschichte: Die Weiterführung der 1854 für eine Privatbahn von München über Pasing nach Starnberg gebauten Trasse wurde 1864/65 durchgeführt; der Fahrbetrieb wurde am 16. Oktober 1865 aufgenommen. Ursprünglich war die Streckenführung durch den Feldafinger Park geplant gewesen. König Maximilian II. von Bayern als Besitzer hatte aber diese geplante Beschädigung seiner künstlerischen Parkanlage gerade noch rechtzeitig vor seinem Tod 1864 und zum Dank der Nachwelt verhindern können. 1900-01 wurden die heute noch bestehenden Bahnunterführungen gebaut, 1902 ein zweites Gleis. 1924 wurde die Strecke elektrifiziert (Strom erzeugte das von Oskar von Miller gebaute Walchenseekraftwerk). Dem Beginn des Fahrbetriebs der S-Bahn 1972 folgte die Stilllegung des Bahnhofsgebäudes, das seither durch Wohnungen und Werkstätten genutzt wird. Die Bahnsteighalle ist durch Vandalismus in Mitleidenschaft gezogen; der Hausherr, die Deutsche Bahn AG, setzt zwar den Verkaufswert hoch an, hält sich jedoch bei Sanierungsarbeiten zurück. Eisenbahnfreude können den Bahnhof als detailgenaues und maßstabgetreues Modell erwerben (Hersteller: Kibri, Böblingen).

 
Zusammengestellt von Ursula Neudorfer unter Mitarbeit von Eberhard Köstler
 
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