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Informationsblatt für die Sanitärinstallation

Wassereigenschaften: Das Wasser, das vom Zweckverband zur Wasserversorgung der Gemeinden Feldafing und Pöcking vom Tiefbrunnen Aschering gefördert wird, zeigt die typische Zusammensetzung von Wässern aus Tertiären Schottern. Dementsprechend ist es mit ca. 19 dH (Härtebereich 3) verhältnismäßig hart. Es ist zur Nutzung als Trink- und Brauchwasser geeignet und muss dazu nicht aufbereitet werden.

Der Gehalt an Chloriden (4,6 mg/l) und Sulfaten (14 mg/l) liegt im Normalbereich für diese Wässer, der Nitratgehalt von <1mg/l, dass es nicht oberflächenbeeinflusst ist. Ebenso in Normalbereich liegen ph-Wert (7,35), Pufferungsintensität, Sauerstoffgehalt, Calcium- und Hydrogencarbonatgehalte. Überschüssige Kohlensäure ist nicht nachweisbar. Die Säurekapazität bis pH 4,3 (Ks4,3) beträgt 6,8 mmol/l, die Basekapazität bis ph 8,2 (KB8,2) beträgt 0,6 mmol/l. Der DOC-Wert liegt bei 1,6 mg/l.

Auswirkung auf Werkstoffe:

Kupfer (nach DIN EN 1254, DVGW GW 392, DVGW GW 8, DIN 50930-5): Der Quotient S= Ks4,3/c (SO42-) beträgt 47 und ist damit > 2. Die Wahrscheinlichkeit der Lochkorrosion in Warmwasserleitungen ist damit gering.
Um eine Trinkwasserbeschaffenheit als einwandfreies Lebensmittel zu gewährleisten, muss darüber hinaus der pH > 7,4 sein, oder zwischen 7,0 und 7,4 und der TOC-Wert < 1,5 mg/l. Auch diese Bedingung kann als erfüllt angesehen werden.

Innenverzinntes Kupfer ( nach DIN EN 1057, DVGW GW 392, DVGW VP 617, DVGW W 534 DVGW GW 8, DIN 50930-5):
Bei innenverzinntem Kupfer gibt es keine Einschränkung des Anwendungsbereiches, sofern die Verzinnung der DVGW VP 617 bzw. DVGW W 534 entspricht.

Unlegierte und niedriglegierte Eisenwerkstoffe (nach DIN 50930-2):
Da bei Hausinstallationen die Strömungsgeschwindigkeit stark schwank und auch stagniert, können sich in unlegierten und niedriglegierten Eisenwerkstoffen keine Schutzschichten aufbauen. Diese sind daher für Hausinstallationen ungeeignet.

Schmelztauchverzinkte Eisenwerkstoffe (Überzüge nach DIN EN 10240, DIN EN 10242, DIN 50930-3):
Der Quotient S = c (Cl) + 2c(So42-)/c(NO3) liegt bei 261. Bei Werten über 2 ist die Wahrscheinlichkeit für selektive Korrosion, d.h. Angriff auf die Zinkschutzschicht, nicht erhöht. Gegen diese Werkstoffe bestehen daher aus technischer Sicht keine Bedenken.

Nichtrostender Stahl (nach DVGW W 534, DVGW W 541, DIN 50930-4):
Bei nichtrostenden Stählen nach DVGW W 534 bzw. 541 gibt es keine Einschränkung des Anwendungsbereiches. Gegen die Verwendung von PE- und Verbund-Werkstoffen besteht aus technischer Sicht keine Bedenken.



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